Lakota-Heilzeremonie 4-1

Ein kleiner Bericht zu einer Lowanpi-Zeremonie, die ich erneut mit dem Lakota-Medizinmann Vinny erleben durfte (er selbst bezeichnet sich übrigens nicht so, ich benutze den Begriff hier einfach zur besseren Verständlichkeit). Schon im vorigen Jahr 2016 war ich bei einer solchen Zeremonie mit dabei, und schon jene fand ich sehr eindrücklich. Diese jetzt ist aber noch wesentlicher stärker ausgefallen und die 'Spirits' waren deutlich aktiver. Bei einer Lowanpi-Zeremonie geht es und so wie ich es verstanden habe, überwiegend um die alltäglichen Dinge des Lebens, Themen der Heilung, Herausforderungen im Alltag, das Erfüllen von Wünschen und Bedürfnissen. Ganz ähnlich in der Art und im Ablauf der Zeremonie, ist die Yuwipi-Zeremonie, die jedoch mehr bei den wirklich existenziellen Themen zum Einsatz kommt, und bei der der Medizinmann sein Leben in die Hände der Spirits gibt, sein Leben für ein anderes Leben eingibt.

 

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Wir haben uns alle gegen Abend getroffen, und zu meinem Glück und weil ich schnell Gefühle der Enge bekomme, waren es nicht all zu viele Menschen. Nach einer ersten Begrüssung gab es eine allgemeine Vorstellungsrunde, und dann hat Vinny von sich erzählt. Wie er zu dieser 'Arbeit' gekommen ist, wie er seine indianische Frau kennengelernt hat, das Leben als Medizinmann und das Leben mit den Indianern im Reservat, usw. Vinny ist ein sehr guter Erzähler, es gab viel zu lachen und lustige Anekdoten, es gab aber auch viel trauriges und erschreckendes wie z.B. der bestehende Indianerhass, Kinderselbstmorde, und anderes mehr.

 

Nach einer Pause ging es daran 'Prayer Ties'(1) zu knüpfen, 12 Stück und in frei gewählten Farben, und in die man seine Wünsche, Bedürfnisse und Anliegen hineinbetete - für sich selbst wie andere. Hinterher wurde der Raum aufgebaut, die Matten für die TeilnehmerInnen ausgelegt, die Trommelecke für die Trommler und Sänger, in der Mitte der Altar und Zeremonienplatz. Beim Aufbau und Verhalten mussten genaue Regeln eingehalten werden, vom Medizinmann wie von den TeilnehmerInnen, alles hatte seinen Platz und seine Richtigkeit. Ausserdem wurden ausgiebig Kräuter verbrannt zur Reinigung, sowie zum Aufbau der guten Kräfte.

 

Bevor dann das Licht gelöscht wurde, wurden Kräuterbüschel(2) herumgereicht, von denen man sich ein Zweiglein nahm und hinter eines der Ohren steckte, was einerseits dem Schutz, anderseits dazu dient die 'Geister' (besser) zu hören. Es folgten Gebete und Anrufungen in Lakota, erste Lieder wurden gesungen, und recht schnell erschienen kleine Lichter die sich im Raum und durch die Luft bewegten. Es folgten Rasseln die im Raum sehr aktiv herumflogen, und indem sie intensiv geschüttelt wurden, ein leuchtendes Schimmern von sich gaben. Manchmal wurden auch zusätzlich Trommeln von den Spirits angeschlagen, mit einem Glöcklein geläutet, gegen Schluss erklangen dann gar noch die helltönenden Adlerknochenpfeifen.

 

Mittendrin während der Zeremonie kam es zu einer Gebetsrunde, bei der man leise oder laut gesprochen, für sich und seine Anliegen, für seine Familie und die Welt, bitten und beten konnte. Später folgte eine Heilrunde bei der wir alle stehen mussten, während die 'Spirits' im Kreis herumgingen und die anwesenden Menschen - spür- oder nicht spürbar - berührten und behandelten. Nach der Heilrunde konnte man und wenn man wollte, erzählen was man erlebt hatte, was man eventuell wahrgenommen hat, oder ob man und wie man von den 'Spirits' berührt worden ist. Abgeschlossen wurde die Zeremonie mit Dankesgebeten, und indem eine indianische Pfeife sowie geweihtes Wasser im Kreis herum gereicht wurden, von der man etwas paffte und einen Schluck aus dem Krug trank. Hinterher räumten wir auf, und sassen dann zusammen bei einem Teller Suppe, Brot, Käse und weiterem.

 

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(1) Link zu Prayer Ties/Tobacco-Ties: https://www.youtube.com/watch?v=8YL2u3s13dc

(2) Vermutlich 'Sage', Indianer-Salbei, Steppenbeifuss, eine Artemisia-Art (tridentata/mexicana) 

„Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart, der bedeutendste Mensch immer der, der dir gegen- über steht, und das notwendigste Werk ist immer die Liebe.“

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