Seminar-Nachtrag und andere Gedanken 3

Dass es aber nicht unbedingt ganz so traditionell zugehen muss, das können wir bei uns in der Person des physikalischen Mediums Warren Caylor erleben. Dieser arbeitet zwar in typisch englischer Tradition - zumindest so wie ich diese kennengelernt habe -, nämlich mit verschiedenen Spirits und die vormals auf der Erde gelebt haben sollen. Allerdings scheint der Schwerpunkt seiner Arbeit nicht in der Beweisführung eines Überleben nach dem Tode zu liegen, sondern mehrheitlich bei einer Demonstration der physikalischen Medialität als solches und deren verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten. Obwohl er oder seine Spirits in seltenen Momenten auch von Engeln, aufgestiegenen Meistern und anderen Dimensionen sprechen, ist ansonsten eher auffällig, dass er über keine oder recht wenig 'Geschichte' verfügt. Ganz anders wiederum das Medium Mychael Shane, das über eine ziemlich entwickelte Geschichte und ein ausgebildete Bezugssystem verfügt, in dessen Mittelpunkt die Liebe, Engel und aufgestiegene Meister stehen. Wie bei den Lakota-Medizinleuten scheinen Verstorbene dabei keine wesentliche Rolle zu spielen, aber während deren Tradition mehr erdig, verwurzelt und naturverbunden daher kommt, fehlt dieser Aspekt bei ihm fast völlig. Statt dessen sind es eher die 'himmlischen Kräfte', höhere Wesen, Ebenen und Welten die Raum und Ausdruck bekommen.

 

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Meine Worte und Überlegungen hier sollen vergleichend aber nicht wertend gedacht sein: ich beobachte und untersuche, möchte Einsicht bekommen und hilfreiche Rückschlüsse ziehen können. Ob ich schlussendlich damit recht habe und richtig liege weiss ich nicht! Aber es läuft darauf hinaus, dass es nicht DIE oder nur EINE Form der physikalischen Medialität gibt, sondern verschieden Möglichkeiten, Varianten oder gar Durchmischungen. Ein gutes Beispiel und wie ich es von Aussen wahrnehme, scheint mir diesbezüglich das Medium Kai Mügge zu sein. Bei ihm kommt von allem etwas zusammen, so bringt er manchmal Botschaften, Informationen und gar Bilder von oder durch Verstorbene, dann wiederum geht es um die Demonstration der physikalischen Medialität und verschiedener Phänomene. Aber es geht auch um 'höhere' und 'heilende' Absichten oder Unterstützung, die sich für mich z.B. in gesprochenen Worten äussern, oder durch die materialisierten Steine oder Heillichter. Aber es haben auch Naturgeister, Gottheiten oder Wesen aus anderen Dimensionen ihren Platz - und weiteres mehr. Und auch bei Kai Mügge gibt es eine Geschichte, diese scheint mir zwar (noch) nicht so ausgebildet wie bei Mychael Shane, dafür ist bei ihm alles etwas bodenständig-wissenschaftlicher, was wiederum eine andere Art ist als die 'erdig-spirituell-religiöse' Variante der Lakota-Medizinleuten.

 

Ich persönlich nun mag Geschichten und Mythen, ich mag ebenso den praktischen, verständlichen und gar wissenschaftlichen Teil, aber erst zusammen machen sie etwas einerseits lebendig, anderseits geben sie ihm Tiefe. Eine Séance mag für mich noch so überzeugend und beweiskräftig sein, wenn ich keine Geschichte spüre, dann fehlt mir schlussendlich etwas. Ist anderseits zwar eine Geschichte da, diese ist jedoch ohne fühlbaren Boden (zu abgehoben), ohne dass ich im Inneren etwas anfassen und in die physische Welt greifbar zurückbringen kann, fehlt mir ebenso etwas. Aber all dies ist leichter im Kopf realisiert und geschrieben, als selbst in der eigenen physikalischen Medialität entwickelt und umgesetzt. Aber diese grossartigen physikalischen Medien sind Vorbilder und Beispiele, die mir und anderen Lernenden etwas spiegeln und damit bei der eigenen Suche helfen und unterstützen können. Und so sollen meine Worte hier ermutigen und motivieren, dass wir uns auf die Suche machen nach der eigenen Geschichte und Mythologie die in uns steckt. Dies ist natürlich etwas schwieriger als einfach ein bestehendes System zu übernehmen, baut dafür aber in Verbindung mit den inneren und äusseren 'Spirits' auf dem Boden des eigenen Selbst auf. Was aber nicht ausschliesst Anleihen bei anderen Systemen zu machen, so lange diese im Einklang mit dem eigenen Wesen sind.

 

Während ich all dies schreibe bin ich mir sehr gewahr, dass ich bisher weder ein ausgebildetes Trance- noch Physikalisches Medium bin, ich bin diesbezüglich sozusagen im Werden begriffen und muss mir meinen Weg noch suchen und erarbeiten. Diese Worte und Sätze sind Teil meines Werdungs- und Ausbildungsprozesses, sind das Ergebnis meiner Meditationen, Übungen und Einsichten, sind das was ich mir alleine oder zusammen mit meinem physikalisch-medialen Zirkel erarbeite. Zu diesen Einsichten gehört die Zweiteiligkeit dieses Ausbildungsprozesses, wobei ich z.Z. den Trancemedialen- und Geschichtsaspekt mehr mit dem absteigenden Energiefluss, den Physikalischmedialen- und Ektoplasmaaspekt mehr mit dem aufsteigenden Energiefluss verbinde. Allerdings sind bei diesen zwei Entwicklungsprozessen die Übergänge besonders fliessend. Während der Trancemediale- und Geschichtsaspekt aber sehr viel mit Wahrnehmung, Inspiration und Intuition zu tun hat (mehr 'von oben'), scheint mir beim Physikalischmedialen- und Ektoplasmaaspekt das Körperliche, der Körperäther und die Körperenergie vorherrschender (mehr 'von unten') zu sein. Jedes dieser beiden Aspekte könnte entwickelt gar für sich alleine stehen und wäre schon ein interessantes Phänomen für sich, aber beide zusammen und gut kombiniert, kann diese Arbeit auf besondere Weise zur Geltung und zum Erblühen bringen.

 

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Während ich bisher auf den trance-medialen Aspekt etwas mehr eingegangen bin - es ist aber noch lange nicht alles angesprochen -, habe ich noch kaum etwas zum physikalisch-medialen Aspekt gesagt. Das liegt daran, dass ich dazu auch noch nicht wirklich viel sagen kann, vor allem etwas von dem ich weiss, dass es wirklich zum erwünschten Erfolg führt. Aber mittlerweile habe ich eine Idee von diesem Prozess und wie er ablaufen, bzw. angeregt werden kann, woraus sich die Arbeitsweise ergibt wie ich im Moment damit experimentiere. So soll man auf der eine Seite immer wieder die inneren und äusseren Spirits einbinden, um Unterstützung, Führung und Beistand bitten, und 'es' dann auf jene Weise angehen, wie es von diesen übermittelt wird. Mir persönlich wurde es so gezeigt, dass ich an das Ektoplasma und an jene 'Substanz' die es für Apporte und Materialisationen braucht, 'DENKEN' und darüber 'meditieren' soll, bis ich diese auch 'FÜHLEN' und vor allem 'EMPFINDEN' kann. Dies soll dazu führen, dass diese 'Stoffe' angeregt und im Körper entwickelt und gebildet werden können. Das Denken-Fühlen-Empfinden ist der Reiz und Impuls der gebraucht wird, damit diese 'Stoffe' überhaupt erst ausgelöst, angeregt und gebildet werden. Meditation wie Visualisation dienen dann ausserdem als Fokus, damit die 'Stoffe' wissen und spüren in welche Form oder Reaktion sie übergehen sollen.

 

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